Nationalpark
 


Wo wir Menschen leben gibt es in der Regel keine Naturräume mehr. Der Mensch macht seit seinem Bestehen Land und Natur urbar und schafft somit Kulturräume. In Naturräumen hingegen kann sich die natürliche Artenvielfalt vom Menschen unbeeinflußt erhalten und entwickeln. Echte Naturräume gibt es heute vor allem noch in Nationalparks. Der Nationalpark ist eine Art der drei gesetzlich ausgewiesenen Großschutzgebiete (daneben existieren noch Biosphärenreservate und Naturparks). Ein Nationalpark besteht normalerweise aus drei Zonen. Die Kernzone erlaubt keinerlei menschlichen Eingriff. Die Natur wird hier absolut sich selbst überlassen. In der zweiten Zone ist eingeschränktes Eingreifen erlaubt. In der dritten Zone, der Randzone, können Besucher den Nationalpark betreten und seine natürlichen Schönheiten erfahren. Durch diese Art der Zonierung kann den Forderungen eines Nationalparks nachgekommen werden. Zu den Aufgaben eines Nationalparks gehören:

 
 


  • das Sich-Selbst-Überlassen der Natur
  • naturkundliche Bildung
  • wissenschaftliche Umweltbeobachtung
  • Naturerlebnis für die Bevölkerung


Magisterarbeit
 


Als erster Nationalpark der Welt wurde 1872 der Yellowstone-Nationalpark in Kaliforniern (USA) eingerichtet. Es folgten viele weitere Nationalparks in den USA und in Kanada. In Deutschland wurde 1978 mit dem Nationalpark Bayerischer Wald der 1. Deutsche Nationalpark eingerichtet. Mittlerweile gibt es in Deutschland 14 Nationalparks. Sie verteilen sich auf 2% der Gesamtfläche Deutschlands. Weltweit existieren über 2.200 Schutzgebiete dieser Katogorie.

Schon als Kind habe ich die Schönheiten von Nationalparks erleben dürfen. So zum Beispiel bei Urlauben mit meiner Familie im Bayerischen Wald und im Yosemite Nationalpark (USA), mit der Schule und der Universität in den Nationalparks Schleswigholsteinisches, Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer (link zu den Wattenmeer-Nationalparks), und während meines USA-Highschool-Jahres im Yellowstone Nationalpark. So kam es, dass ich im Rahmen meines Geographiestudiums an der RWTH Aachen meine Magisterarbeit zum Thema Nationalparks schrieb. In der Eifel waren gerade die Planungen eines ersten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen (link zum Nationalpark Eifel) erneut auf den Tisch gekommen und ich nahm dies zum Anlass, mich ernsthaft für dieses Thema als Magisterarbeitsthema (→ was bedeutet eigentlich Magister?) zu interessieren. Mit meiner Professorin Frau Prof. Dr. rer. nat. Claudia Erdmann besprach ich die Möglichkeiten einer solchen Arbeit und ihr erschien es besonders sinnvoll, für die Arbeit neben dem geplanten Nationalpark Eifel einen weiteren Nationalpark als Vergleich heranzuziehen. Die Idee gefiel mir und es war schnell klar, dass der Nationalpark Bayerischer Wald als Vergleichsnationalpark dienen sollte, da ich es hier mit dem Prototypen des deutschen Nationalparks zu tun hatte, der allein aufgrund seines langen Bestehens bereits einiges an Ideen und Vorbildern zu bieten hat. Hinzu kommt seine Lage in einer weiteren Deutschen Mittelgebirgsregion, was einem Vergleich mit der Eifelregion einen besonderen Sinn gibt. Das endgültige Thema meiner Magisterarbeit lautet also: "Nationalparkerfahrungen in Deutschland - Der Bayerische Wald als Ideengeber für die Eifel?"

Durch die Magisterarbeit habe ich mein Wissen über Nationalparks erweitern können, im Speziellen natürlich bezogen auf die beiden Mittelgebirgsregionen "Eifel" und "Bayerischer Wald", die ich für die Sammlung von Informationen und Durchführung von Expertengesprächen bereist und photographisch dokumentiert habe. Auf dieser Seite ist meine Magisterarbeit als pdf-Datei zu finden. Es würde mich freuen, wenn der ein oder andere Interessierte Nutzen aus der Arbeit ziehen kann oder sie aus reiner Neugier liest. Für Rückfragen und Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung. Neben meiner Arbeit gibt es links zu Seiten mit interessanten Inhalten die in Nationalpark-Bezug stehen. Viel Spaß beim erforschen der Nationalparks!



Info zu Natur Natur sein lassen!